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Wikipedia:Kurier

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Unternehmen, Verbände, Lobbyisten

"Unternehmen, Verbände oder Lobbyisten können sich das Prinzip aber auch listig zunutze machen, indem sie selbst im eigenen Interesse Änderungen vornehmen oder Experten dafür teuer beauftragen - wie im Fall Curtius geschehen und lange unerkannt geblieben" - so endet der Artikel Grobes Foul des DFB an Wikipedia von Jan Christian Müller in der Frankfurter Rundschau vom 18. Januar 2021. Gemeint ist nichts anderes als unser Wikipedia-Prinzip. 15.000 Euro für sieben Änderungen, 1.200 Euro für die monatliche Kontrolle - das ist die Realität unseres Kasino-Kapitalismus. Dieser eine Fall kam nur durch Zu-Fall an den Tag. In der Regel werden die enormen Geldströme völlig unbemerkt fließen. Die vielen Freiwilligen hier dienen nur noch als Feigenblatt, als die nützlichen Idioten, als die Au-Toren. Der Lobbyismus ist auf dem Vormarsch und Durchmarsch, wie derzeit die Pandemie-Gesetzgebung beweist und die Bankenrettung etc. bewiesen haben. Auch in anderen Fällen haben sich die Lobbyisten die Gesetze selbst geschrieben, zum Beispiel beim Cum/Ex-Skandal: Wie sich die Bankenlobby ein Gesetz zum großangelegten Steuerraub schrieb. Der Europarat kritisiert Deutschlands Umgang mit Lobbyismus: Bis April 2022 soll Deutschland den Korruptionswächtern berichten, wie weit die Umsetzung der Maßnahmen vorangekommen ist. Allerdings hat Deutschland in der Vergangenheit diesbezüglich regelmäßig versagt, so daß ein Erfolg in Zukunft sehr zweifelhaft ist: In Deutschland mangelt es an Transparenz und Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung. Zu diesem Schluss ist die Staatengruppe gegen Korruption des Europarates (GRECO) in ihrem am 15. Dezember 2020 veröffentlichten Bericht gekommen. Und das nicht zum ersten Mal: Zuletzt hatten die Korruptionswächter Deutschland gerügt, weil es die Empfehlungen zum Umgang des Parlaments mit Interessenvertreter:innen nicht ausreichend berücksichtigt hatte. Der Lobbyismus greift derzeit noch eher um sich. Und für diesen hat WMF nicht nur Tür und Tor, sondern gar ein ganzes Scheunentor geöffnet. Das Versagen von WMF als Informationsquelle hier ist so gravierend, daß es eines eigenes Wikis für diesen Bereich bedarf: Lobbypedia. Wenn in Wikipedia Weichspülung und Verschweigen bei Personen und Vorgängen bezüglich der DDR die Regel ist, muß man sich aber erst recht nicht wundern, daß WMF auch gegenüber den aktuellen Lobbyisten einknickt. Google und WMF können gar nichts so dumm sein, das nicht zu wissen. Aber beide Unternehmen setzen offenbar nur noch auf möglichst viel Masse statt Klasse. Willkommen im globalisierten Spätkapitalismus. me.

Bergfest bei 100womendays

Seit 50 Tagen läuft nun die Initiative 100womendays, der edit-a-thon zu den 100 Tagen zum Internationalen Frauentag. Dieser wurde am 29. November 2020 gestartet mit dem Ziel, im Team jeden Tag mindestens eine neue Frauenbiografie in die Wikipedia zu bringen. Die Initiator*innen vom Lokal K rechneten zwar damit, dass in der zweiten Auflage nach dem erfolgreichen Start 2019/2020 mehr Leute mitmachen werden – mit der massiven Beteiligung hat jedoch niemand so richtig gerechnet: Schon am ersten Tag steuerten Autor*innen bereits 23 neue Biografien bei und die 100er-Grenze wurde am sechsten Tag erreicht und überschritten. Kein Grund zu stoppen: Bis heute wurden von allen Beteiligten über 560 neue Artikel beigetragen.

Der Blick in die vor allem von Atamari akribisch dokumentierte Statistik ist entsprechend beeindruckend: Insgesamt haben bis jetzt 47 Autor*innen zu der hohen Zahl an neuen Artikeln beigetragen, einzelne wie Nicola (79 Artikel), CaroFraTyskland (53 Artikel) und Matzematik (51 Artikel) mit im Schnitt mehr als einem Artikel täglich. Obwohl Biografien zu deutschen Frauen mit 96 Beiträgen die Statistik anführen, gibt es Biografien zu Frauen aus 77 Nationen (und 12 ohne Nationalität im modernen Sinn). Wenig überraschend sind die meisten der beschriebenen Frauen in den 1970er bis 1990er Jahren geboren, es geht jedoch zurück bis in das Altertum. Aktuell führen Wissenschaftlerinnenbiografien (128) knapp vor Sportlerinnen (125) und Künstlerinnen (116), das Spektrum der verschiedenen Tätigkeitsbereiche ist jedoch sehr breit. Auch der Blick in die Hall of Femmes offenbart eine entsprechend diverse Galerie beschriebener Frauen; insgesamt sind bis jetzt 251 und damit fast 50 % der Biografien bebildert.

Das Event wird noch 50 Tage weitergehen und damit wohl die 1000-Biografien-Grenze in diesem Jahr deutlich überschreiten. Diese Aktion sollte damit wohl zu den effektivsten Initiativen zur Füllung bestehender Lücken im Bereich der Frauenbiografien gehören. Als Mit-Initiator bedanke ich mich bei allen Teilnehmer*innen für das Durchhaltevermögen und wünsche allen weiterhin viel Freude beim Schreiben. Für das Team, AR 17. Januar 2021

18 Jahre

Nachdem ja gestern die Wikipedia dran war, ist heute mein Tag: Ich werde nämlich heute volljährig. Nein, nicht im Reallife, sondern in der WP: Denn heute bin ich 18 Jahre dabei.
Zur Feier des Tages wollte ich einmal die Chance ergreifen ein Wenig von damals™ zu erzählen (alles durch die unscharfe rosa Brille und aus meiner Sicht). 2003 war die WP anders. Einmal natürlich vom Technischen: Wir hatten noch keine gesichtete Versionen, keine Kategorien, keine Vorlagen, keine Einzelnachweise, keine Tabellen und noch nicht mal Unicode. Zum Ausgleich mussten wir noch nicht den VisualEditor ertragen

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