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Drohnen der Armée française

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Die Drohnen der Armée française sind unbemannte Flugobjekte (teils Flugzeuge) mit Aufklärungsmitteln oder Waffen an Bord. Die Französischen Streitkräfte setzen Drohnen für Aufklärungs- und Kampfzwecke ein. Sie stehen unter dem Kommando der Französischen Luft- & Weltraumstreitkräfte (Armée de l’Air & de l'Espace).

Entwicklung

Das französische Aufklärungsdrohnenprogramm begann 1995 mit dem Kauf von vier RQ-5 Hunter UAV.

Die französischen Militärdoktrin unterscheidet zwischen Kontaktdrohnen mit einer Reichweite von bis zu 20 km und taktischen Drohnen, deren Reichweite sich über 20 bis 200 km erstreckt; und sogenannten "Theaterdrohnen" mit Reichweiten von 200 bis 1000 km.

Frankreich ist seit 2013 Teil eines europäischen Programms zur Erforschung der Entwicklung der Eurodrohne. Deutschland, Spanien und Italien beteiligen sich ebenfalls an der Entwicklung dieses Medium altitude, long endurance MALE-Drohne. Sie soll 2028 einsatzbereit sein.[1]

Mit den EADS Harfangs beteiligte sich Frankreich an den NATO-Mission ISAF in Afghanistan. Die Harfang sollte ab 2017 von den US-amerikanischen General Atomics MQ-9 abgelöst werden; zum Stand 2020 verfügt Frankreich über sechs MQ-9.[2]

2019 erklärte das Französische Verteidigungsministerium, ein Teil der Drohnen werde künftig für Angriffe eingesetzt und bewaffnet.[3] Im Dezember 2019 flog die Französische Luftwaffe ihren ersten Drohnenangriff in Mali. Seit nutzt die Luftwaffe die Drohnen für Angriffe.[4]

Drohnen

Eine Harfang in Afghanistan

Northrop Gunman RQ-5 Hunter

Die RQ-5 Hunter wurden als Aufklärungsdrohnen 1995 beschafft.

EADS Harfang / IAI HEron

Die vier Harfang (frz. für Schnee-Eule) Drohnen setzt die französischen Luftwaffe in Afghanistan und bei der Opération Serval ein. Bei der Drohne handelt es sich um eine weiterentwickelte IAI Heron. Wie beim Ausgangsmuster von Israel Aerospace Industries ist die Drohne der Kategorie Medium Altitude Long Endurance zugeordnet. Während das Fluggerät von IAI übernommen wurde, steuerten EADS und Thales die Aufklärungsausrüstung bei.

MQ9-Reaper

Die Französischen Luftwaffe verfügt über sechs MQ9-Reaper vom US-Konzern General Atomics ein. Die Drohnen der Klasse MALE (medium altitude, long endurance) werden in der “Operation Barkhane” zur Bekämpfung islamistischer Terrorgruppen eingesetzt. drei Drohnen sind konstant in Niamey, Niger stationiert.

Nach dem Beschluss der Bewaffnung sollten die Reaper mit je vier 250 kg schwere lasergelenkte Bomben GBU-12 bestückt werden.[5]

Einzelnachweise

  1. Hans-Peter Bartes in NZZ: Berliner Drohnenstreit gefährdet die deutsch-französische Rüstungskooperation, vom 25. Januar 2021, abgerufen am 17. Februar 2021 https://www.nzz.ch/meinung/berliner-drohnenstreit-gefaehrdet-die-deutsch-franzoesische-ruestungskooperation-ld.1597491
  2. Seite des Französischen Verteidigungsministeriums, abgerufen am 17. Februar 2021, https://www.defense.gouv.fr/dga/equipement/missiles-et-drones/drones-male
  3. France plots an autonomous course on drones. In: The Defense Post. 1. Oktober 2019, abgerufen am 15. Januar 2021 (amerikanisches Englisch).
  4. France • EFAD. In: EFAD. Abgerufen am 18. Januar 2021 (britisches Englisch).
  5. Waldemar Geiger: Frankreich bewaffnet seine MQ-9 Reaper Drohnen. In: ESUT - Europäische Sicherheit & Technik. 20. Dezember 2019, abgerufen am 15. Januar 2021 (deutsch).
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